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Aha!

Hier veröffentlichen wir interessantes aus Werbung und Marketing. Heute finden Sie hier einen Artikel des Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. zum Thema "Werbeklima" .



Werbeklima

Image der Werbung steigt deutlich

Die Akzeptanz von kommerzieller Werbung ist erneut deutlich gestiegen. Die Mehrheit der Bevölkerung ab 14 Jahren stuft Markt-Kommunikation der Unternehmen als hilfreich ein. Im Kontrast dazu steht das geringe Ansehen derjenigen, die Anzeigen, Spots, Plakate und Prospekte entwerfen und über Medien als Werbeträger verbreiten. In Erhebungen über das Ansehen als Berufsgruppe rangieren Werbefachleute auf den letzten Plätzen. Das geringe Ansehen insbesondere der Mitarbeiter in Werbeagenturen ist nachvollziehbar: Es verwundert kaum, wenn Leben schützende, rettende und sichernde Berufe wie Feuerwehrmann, Krankenpfleger, Pilot, Arzt und Richter die Spitzengruppe im Ansehen bei den Deutschen bilden. Die Macher der bunten Werbewelt werden in der Relevanz weit unten eingestuft – wer hat schon die Effekte der Werbung für das System der Marktwirtschaft im Kopf, wenn er nach der Wichtigkeit der Berufsgattungen gefragt wird. Selbst Politiker sind da nicht immer sattelfest.
Was das Volk von Werbearbeiten hält

Fragt man aber die Bevölkerung nach ihrer Einstellung zu dem, was die Fachleute in den Agenturen erarbeitet und die werbenden Unternehmen zur Veröffentlichung freigegeben haben, dreht sich die Meinung um 180 Grad: Werbung erreicht hohe Zustimmungsraten.

Und die wachsen, wie die Auswertung der VerbraucherAnalyse 2009 ergibt – der größten repräsentativen Stichprobe der deutschen Bevölkerung mit 32.709 befragten Personen ab 14 Jahren. Stimmten im Jahr 2006 erst 44,0 Prozent der Deutschen der Aussage zu, "Werbung ist eigentlich ganz hilfreich für den Verbraucher", stieg diese Einschätzung bis zur letzten Erhebung für das Jahr 2009 auf 58,6 Prozent. Auch bei dem Statement „Werbung gibt manchmal recht nützliche Hinweise über neue Produkte“ stimmen jetzt 60,8 Prozent zu; vier Jahre zurück waren es erst 52,5 Prozent. Ebenso ist der Unterhaltungswert der kommerziellen Markt-Kommunikation gestiegen. "Unterhaltsam" finden heute 43,6 Prozent die Werbung, damals 35,4 Prozent.

Selbst die aus welchen Gründen auch immer gescholtenen TV-Spots steigerten ihre Zustimmung. "Ich sehe mir eigentlich ganz gern Fernsehwerbung an" sagen nun 37,2 Prozent gegenüber 33,1 Prozent im Jahr 2006. Noch besser kommt der Informationsgehalt der Spots mit unterdessen 43,2 Prozent an (vorher 38,4 Prozent).

In einem ebenso günstigen Klima können Print-Anzeigen ihre Arbeit verrichten. 48,3 Prozent der deutschen geben zu Protokoll "Ich sehe mir eigentlich ganz gern Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften an". 56,2 Prozent halten sie für informativ. Vor vier Jahren lag dieser Wert bei 48,4 Prozent.

Generelle Werbeakzeptanz allein ist ökonomisch betrachtet zwar noch nicht erfolgreiche Werbung. Sie ist neben der monetären Anpassung an die Markt-Ziele, der Kreation und der professionellen Auswahl der Medien als Werbeträger ein Faktor unter mehreren. Werbeakzeptanz schafft aber eine wichtige Voraussetzung für den effektiven und effizienten Einsatz der betriebswirtschaftlich eingesetzten Investitionen in Werbung. Dieses positive Klima ist in einer Weise mehrheitlich vorhanden, von der andere Bereiche der Gesellschaft in der Regel weit entfernt sind.